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Principium

Ich habe gebaut, was mir gefehlt hat.

Hi, ich bin Adrian. Hier erzähle ich dir, wie Principium entstanden ist. Kurz, ehrlich und ohne Heldengeschichte. Versprochen.

Das Principium-Zeichen
  1. Gemalt: ein Thüringer Dorf am Feldrand, weit hinten auf dem Feldweg ein Junge mit Hund

    1996

    Ein Dorf in Thüringen

    Ich komme aus Heichelheim, einem kleinen Dorf bei Weimar. Felder, ein paar Höfe, viel Himmel. Dort habe ich meine ersten zehn Jahre verbracht.

  2. Gemalt: ein bayerischer Schulhof in der Pause, vorne sitzt ein Junge allein auf einer Mauer

    2006

    Mit zehn nach Bayern

    Dann ging es nach Bayern. Neue Schule, neue Leute, neuer Dialekt. Ich sprach Thüringisch, die anderen Bairisch. Verstanden haben wir uns trotzdem selten. Und das lag nicht nur an der Sprache.

    „Ich war immer so der Ausgegrenzte. Mich hat nie jemand verstanden.“
  3. Die Geschichte der vielen

    Das kennen viele. Du stehst am Rand und fragst dich, was mit dir nicht stimmt. Meistens: gar nichts. Du passt nur gerade nicht ins Bild. Also passt du dich an.

  4. Gemalt: ein leerer Schreibtisch im Finanzamt, der Stuhl zurückgeschoben, ein Papierflieger auf dem Tisch

    Nach der Schule

    Ausbildung beim Finanzamt

    Sicherer Job, klare Regeln, alle waren zufrieden. Fast alle. Ich habe die Ausbildung gemacht und danach gekündigt.

    Was geblieben ist: Ich habe keine Angst mehr vor Formularen.

    „Ich habe es immer gehasst, Befehle anzunehmen.“
  5. Gemalt: ein kleines Büro unterm Dach mit Blick auf Berge, ein Mann von hinten am Schreibtisch

    2019

    Selbstständig

    Am 1. Januar 2019 habe ich mich selbstständig gemacht. Seitdem baue ich Technik für andere: Websites, Abläufe, Systeme, die einfach laufen. Mein Chef bin seitdem ich. Der ist manchmal auch anstrengend.

  6. Die Geschichte der vielen

    Wer seinen eigenen Weg geht, wird schnell bewertet. Zu still, zu laut, zu seltsam, zu viel. Viele machen sich darum kleiner, als sie sind. Daraus wird eine leise Art von Einsamkeit: Du bist unter Leuten, aber keiner kennt dich wirklich.

  7. Gemalt: ein Mann geht in der Abenddämmerung über einen Feldweg auf ein Städtchen mit hellen Fenstern zu

    Danach

    Jahre der Suche

    Dann kamen Jahre, in denen ich viel gesucht habe. Nach Menschen, die ähnlich ticken. Nach einem Platz, an dem ich nicht erklären muss, wer ich bin. Ich habe mich oft angepasst, um dazuzugehören. Hat nie lange gehalten.

  8. Die Geschichte der vielen

    Und mir ist aufgefallen: Ich bin damit nicht allein. Fast jeder verstellt sich irgendwo. Der Ingenieur, der heimlich Philosophie liest. Die, die ihren sicheren Job hingeworfen hat und es keinem erklären kann. Verschiedene Leben, dasselbe Gefühl.

  9. Gemalt: sechs Menschen unterschiedlichen Alters reden und lachen abends an einem Holztisch

    Dann

    Principium

    Also habe ich gebaut, was mir gefehlt hat. Einen gemeinnützigen Verein, eine App und vor allem echte Treffen vor Ort. Ohne Investor, mit KI als Werkzeug.

    „Ein Ort, wo du dich nicht mehr verstellen musst, wo du echt sein darfst.“
  10. Gemalt: ein Marktplatz am Abend mit vielen kleinen Grüppchen und Lichterketten

    Heute

    Wir bringen Menschen zusammen

    Wir stehen nicht vorne auf der Bühne. Wir sorgen leise dafür, dass sich die Richtigen finden: am Mittwochabend, in Gruppen, beim Anpacken, beim Wohnen. Später auch zusammen mit Vereinen und Organisationen, in Bündnissen.

    Wenn das gelingt, merkt man uns kaum. Man merkt nur, dass man nicht mehr allein am Rand steht.

Adrian Schmidt, Gründer von Principium, als Gemälde

Danke fürs Lesen.

Wenn du magst, sehen wir uns am Mittwochabend.

Adrian

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