Einen Stammtisch finden
Ein Stammtisch ist die ehrlichste Art, neue Menschen kennenzulernen: dieselbe Runde, regelmäßig, ohne Programm und ohne Druck. Hier liest du, warum das so gut funktioniert – und wie du in deiner Stadt einen findest oder selbst gründest.
Auf den Punkt
Ein Stammtisch ist eine Runde, die sich regelmäßig am selben Ort trifft – locker, ohne festes Programm. Weil man dieselben Menschen immer wieder sieht, entsteht Vertrautheit fast von allein, und man muss sich beim ersten Mal nicht beweisen. Angekündigt werden offene Runden fast nie dort, wo man zuerst sucht, sondern am schwarzen Brett, im Programm der Volkshochschule, im Vereinsverzeichnis der Stadt und im Terminkalender der Lokalzeitung; wenn es in deiner Stadt keine gibt, kannst du selbst eine starten. Principium ist ein gemeinnütziger Verein in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Einen festen Stammtisch veranstalten wir selbst: den digitalen, sonntags um 19 Uhr, offen und kostenlos. Für die Runde vor Ort findest du über die App verifizierte Menschen aus deiner Nähe – verabredet wird selbst.
Unser digitaler Stammtisch
Du musst nicht warten, bis es in deiner Stadt losgeht. Jeden Sonntag sitzen wir per Video zusammen – offen für alle, ohne Programm, ohne dass du etwas vorbereitest. Für viele ist das der leichteste erste Schritt.
Nächster Termin: Sonntag, 20. September · 19:00 Uhr
Wo offene Stammtische angekündigt werden
Die meisten offenen Runden stehen nirgends, wo eine Suchmaschine sie findet. Sie hängen an einem Brett, stehen in einem Programmheft oder werden weitererzählt. Deshalb hilft es, an den Orten nachzusehen, an denen sie wirklich auftauchen:
- Das schwarze Brett vor OrtIn Cafés, Buchläden, Bibliotheken und Bioläden hängen die Zettel, die es nie ins Netz schaffen. Ein Blick beim Vorbeigehen bringt oft mehr als eine Stunde Suchen.
- Volkshochschule und MehrgenerationenhausBeide führen offene Treffs und Kursprogramme, und beide sind darauf gebaut, dass jemand allein und ohne Vorwissen dazukommt. Die Programme liegen gedruckt aus und stehen meist als PDF online.
- Das Vereinsverzeichnis deiner StadtViele Kommunen führen eine Liste der eingetragenen Vereine. Wandern, Chor, Schach, Sprachtandem: Fast jeder davon hat eine Runde, die sich regelmäßig trifft – und die wenigsten sind voll.
- Der Terminkalender der LokalzeitungUnter „Termine“ oder „Was ist los“ stehen die wiederkehrenden Treffen, die keine eigene Internetseite haben. Diese Kalender sind fast überall frei zugänglich.
- Nachbarschafts- und GruppenportaleAuf Plattformen für Nachbarschaft und Gruppen organisieren sich Runden selbst. Wir haben die bekanntesten davon nebeneinandergestellt, damit du siehst, welche zu dir passt.
- Einmal fragen statt zehnmal suchenWer jeden Tag hinter demselben Tresen steht, weiß, welche Gruppe sich dort trifft. Eine Frage an der Theke ersetzt zehn Suchanfragen.
Woran du eine offene Runde erkennst: Es steht ein konkreter Termin da, es gibt kein Aufnahmeverfahren, und irgendwo steht, dass neue Gesichter willkommen sind. Fehlt eins davon, frag lieber einmal nach, bevor du hingehst. Wie sich die bekannten Plattformen dabei unterscheiden, steht in unserem Vergleich der Apps und Portale.
Warum ein Stammtisch besser funktioniert als das nächste Event
Die meisten Wege, als Erwachsener Menschen kennenzulernen, setzen auf das einmalige Treffen: ein Event, eine Party, ein Kennenlernabend. Das Problem ist, dass aus einem einzigen Abend selten eine Freundschaft wird. Man redet nett, tauscht vielleicht Kontakte aus – und sieht sich nie wieder.
Ein Stammtisch dreht das um. Nicht der einzelne Abend zählt, sondern dass er wiederkommt. Genau diese Wiederholung ist es, die aus Fremden mit der Zeit Bekannte und aus Bekannten Freunde macht. Du brauchst keinen perfekten ersten Eindruck – du brauchst nur die Bereitschaft, beim nächsten Mal wieder da zu sein.
Was einen guten Stammtisch ausmacht
Dieselbe Runde, immer wieder
Ein Stammtisch lebt von der Wiederholung. Weil sich dieselben Menschen regelmäßig treffen, musst du beim ersten Mal niemanden beeindrucken – Vertrautheit entsteht ganz von selbst, Abend für Abend.
Kein Programm, kein Druck
Keine Bühne, kein Ablauf, keine Vorstellungsrunde. Ein Stammtisch ist einfach ein Tisch, an dem geredet wird. Genau diese Lockerheit macht es leicht, anzukommen – auch wenn du allein und ohne jemanden zu kennen dazukommst.
Kleine Runden statt großer Events
An einem Tisch mit zwei bis sechs Menschen entstehen echte Gespräche. Große Veranstaltungen fühlen sich voll an und bleiben oberflächlich – der Stammtisch ist bewusst überschaubar, damit Tiefe Platz hat.
Ein dritter Ort, der wiederkommt
Zwischen Zuhause und Arbeit fehlt vielen der Ort, an dem man sich ungezwungen immer wieder begegnet. Ein fester Stammtisch ist genau das: ein verlässlicher dritter Ort, der jede Woche oder jeden Monat wieder da ist.
Echte Gespräche statt Small Talk
Weil man sich wiedersieht, geht es schnell über das Wetter hinaus. Aus dem höflichen ersten Abend wird beim dritten oder vierten Mal ein ehrliches Gespräch – und daraus echte Freundschaft.
Keinen in deiner Stadt gefunden? Gründe selbst einen
Wenn du nichts findest, ist das kein schlechtes Zeichen: Fast jede Runde gibt es nur, weil irgendwann jemand angefangen hat. Du brauchst dafür keinen großen Plan – einen festen Rhythmus und einen festen Ort, jeden zweiten Dienstag im selben Café reicht völlig.
Wie die ersten drei Abende ablaufen, wie viele Leute du am Anfang wirklich brauchst und woran die meisten Runden scheitern, steht Schritt für Schritt in der Anleitung zum Stammtisch gründen. Über Principium kannst du deine Runde danach sichtbar machen, damit andere aus deiner Stadt dazukommen.
Stammtisch in deiner Stadt
Such dir deine Stadt und sieh, wie der Einstieg vor Ort aussieht und wie aus ein paar Leuten eine feste Runde wird – von Berlin über Wien bis Zürich.
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Mehr darüber, warum regelmäßige Treffen tragen – und wie du sie ins Leben holst:
Andere Wege, Anschluss zu finden
Es gibt nicht den einen richtigen Einstieg. Je nachdem, wo du gerade stehst, führt ein anderer Weg am schnellsten zu echten Begegnungen:
Der Überblick: warum echte Freundschaften mit den Jahren schwerer werden – und was wirklich hilft.
Über eine gemeinsame Aktivität: beim Wandern, Kochen oder Sport ergibt sich das Kennenlernen von selbst.
Frisch umgezogen und niemanden kennen? Wie du in einer neuen Stadt von null an Anschluss findest.
Häufige Fragen
Was ist ein Stammtisch?
Ein Stammtisch ist eine Runde, die sich regelmäßig am selben Ort trifft – meist locker bei einem Getränk oder Essen, ohne festes Programm. Das Besondere ist die Wiederholung: Man sieht dieselben Menschen immer wieder, und genau daraus entsteht mit der Zeit Vertrautheit. Anders als bei einem einmaligen Event muss man sich nicht in einem Abend beweisen.
Wie finde ich einen offenen Stammtisch in meiner Nähe?
Such gezielt nach einem Stammtisch, der neue Gesichter ausdrücklich willkommen heißt – ein offener Stammtisch ist dafür da, dass man auch allein und ohne Vorwissen dazukommen kann. Bei Principium läuft der Weg dorthin über die App: Du findest Menschen aus deiner Region, verabredest dich mit ihnen, und aus einer Verabredung, die sich wiederholt, wird eine feste Runde. Das ist einfacher, als die meisten denken.
Gibt es einen Stammtisch online?
Ja, jeden Sonntag um 19 Uhr: den Digitalen Stammtisch, eine offene Runde per Video. Kein Programm, kein Vortrag, nichts vorzubereiten – du schaltest dich dazu und redest mit. Er kostet nichts und ist der einfachste Einstieg, wenn es in deiner Stadt noch keine feste Runde gibt: Du lernst dort Menschen aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz kennen und siehst danach, wer aus deiner Nähe dabei war.
Gibt es einen Principium-Stammtisch in meiner Stadt?
Einen festen Stammtisch veranstalten wir selbst nur online: sonntags um 19 Uhr, offen für alle. Vor Ort – ob in Hamburg, München, Köln oder Wien – verabreden sich die Mitglieder selbst. Du findest über die App verifizierte Menschen aus deiner Nähe und macht einen Termin aus. Eine Runde, die von uns organisiert wird, gibt es dort nicht, und wir behaupten es auch nicht.
Kann ich allein zu einem Stammtisch gehen?
Ja, und genau dafür sind offene Stammtische gemacht. Die meisten kommen zum ersten Mal allein – das ist der Normalfall, nicht die Ausnahme. Weil sich die Runde regelmäßig trifft, musst du beim ersten Mal niemanden beeindrucken: Du kommst, schaust, und beim nächsten Mal sind es schon bekannte Gesichter.
Wie gründe ich selbst einen Stammtisch?
Leg einen festen Rhythmus und einen festen Ort fest – zum Beispiel jeden zweiten Dienstag im selben Café – und halte die Runde am Anfang klein. Wichtiger als viele Leute ist die Verlässlichkeit: Lieber zu dritt, aber regelmäßig, als einmal groß und dann nie wieder. Über Principium kannst du deinen Stammtisch sichtbar machen, damit andere aus deiner Stadt dazukommen.
Ist Principium kostenlos?
Ja, alle Kernfunktionen sind kostenlos. Du kannst Menschen kennenlernen, an Treffen teilnehmen und schreiben, ohne zu zahlen. Premium ist ein freiwilliger Beitrag, der die Arbeit des gemeinnützigen Vereins trägt – es gibt keine Bezahlschranke fürs Kennenlernen.
Finde deinen Stammtisch.
Echte Verbindung entsteht dort, wo man sich wiedersieht – an einem festen Tisch, in deiner Stadt, mit Menschen, die ähnlich denken. Komm dazu.

