Ikigai: vier Fragen für deinen Beruf
Ikigai ist japanisch und heißt ungefähr: das, wofür es sich zu leben lohnt.
Kostenlos, ohne Anmeldung, etwa zwölf Minuten.
Die vier Kreise
Das bekannte Ikigai-Bild besteht aus vier Kreisen, die sich überschneiden. Jeder Kreis ist eine Frage an dich.
- Was liebst du? Was machst du gern, auch wenn dich niemand dafür bezahlt?
- Was kannst du gut? Wofür fragen dich andere um Hilfe?
- Was braucht die Welt? Wofür würdest du gern sorgen, für wen oder was?
- Wofür kannst du bezahlt werden? Welche Arbeit gibt es, die davon lebt?
Wo sich die Kreise treffen
Wo sich zwei Kreise überschneiden, hat das Bild eigene Namen. Was du liebst und gut kannst, ist deine Leidenschaft. Was du liebst und die Welt braucht, ist deine Mission. Was die Welt braucht und wofür du bezahlt wirst, ist deine Berufung. Was du gut kannst und wofür du bezahlt wirst, ist dein Beruf.
In der Mitte, wo alle vier zusammenkommen, steht Ikigai. Fehlt ein Kreis, merkst du es: Ohne Geld wird es ein Hobby, ohne Freude eine Pflicht, ohne Sinn fühlt es sich leer an.
Woher das Bild wirklich kommt
Das Wort ist japanisch, das Bild mit den vier Kreisen nicht. Es geht auf ein Diagramm über den Lebenszweck zurück, das der spanische Astrologe Andrés Zuzunaga gezeichnet hat. 2014 schrieb der Blogger Marc Winn das Wort Ikigai in die Mitte, und so ging es um die Welt.
In Japan ist Ikigai oft etwas Kleines: der Spaziergang am Morgen, die Enkel, der eigene Garten. Es muss nicht dein Beruf sein. Als Werkzeug, um dich für die Arbeit zu sortieren, sind die vier Fragen trotzdem gut.
So machst du die Übung
- Nimm dir vier Zettel, für jeden Kreis einen, und schreib zehn Minuten lang alles auf, was dir einfällt. Nichts streichen.
- Kreis ein, was auf zwei oder mehr Zetteln auftaucht. Das ist deine Spur.
- Such zu jeder Spur einen echten Beruf und schau nach, wie man hineinkommt.
- Probier die stärkste Spur im Kleinen aus, bevor du etwas entscheidest.
Wo vier Kreise nicht reichen
Das Bild fragt nicht nach deinem Rahmen: wie viel Zeit du zum Lernen hast, wie weit du fahren kannst, wie lange dein Geld reicht und was dein Körper mitmacht. Und es nennt dir keinen einzigen Beruf.
Der Berufsfinder macht aus den vier Kreisen Fragen, eine pro Bildschirm, und fragt deinen Rahmen dazu. Am Ende stehen drei bis fünf Richtungen mit echten Berufen und den Stellen in deiner Nähe.
Häufige Fragen
Was bedeutet Ikigai?
Kommt das Ikigai-Diagramm aus Japan?
Gibt es einen Ikigai-Test für den Beruf?
Muss mein Ikigai mein Beruf sein?
Was passt zu dir?
Der Berufsfinder fragt, was du gern tust, was du kannst, was dir wichtig ist und was dein Rahmen ist. Am Ende stehen drei bis fünf Richtungen mit echten Berufen und den Stellen in deiner Nähe.
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Quellen
Herkunft des Diagramms: Andrés Zuzunaga; Marc Winn, Blogbeitrag 2014.
Alle Angaben geprüft am 22.10.2026.

