Warum fällt es mir so schwer, um Hilfe zu bitten?
Viele halten Adrian für den Starken, der immer eine Lösung hat. Dabei geht es ihm auch mal schlecht. Die Maske schützt ihn nur. Er glaubt: Es ist besser, um Hilfe zu bitten, als sich dafür zu schämen. Bei Männern wie bei Frauen.
Probier es aus
Schreib einen Menschen auf, den du um eine kleine Hilfe bitten könntest. Schick ihm heute eine Nachricht.
Und dann: zu anderen
Gruppen finden
Es gibt Gruppen, in denen Menschen sich gegenseitig tragen. Schau, welche es in deiner Nähe gibt.
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Ihr könnt eine Maske auflegen, ihr könnt durch den Alltag gehen und immer gute Miene zum bösen Spiel machen. Bei mir gleich. Alle Menschen denken, ja, der ist so krass und der braucht keine Hilfe und dem geht es immer gut und hat immer irgendwie Lösungen parat. Aber mir geht es auch scheiße. Das sehen aber die meisten Menschen gar nicht. Ich habe auch meine Tiefpunkte im Leben. Vielleicht habe ich jetzt auch gerade so eine Phase. Aber die Maske nach außen, den starken Adrian zu spielen, wirkt. Sie hält mir unnötige Fragen vom Leib. Aber das ist auch wieder nur der Schutzmechanismus. Oft sind wir einfach nur sehr verletzt durch das Leben, durch Erfahrungen und wollen uns das aber nicht anmerken lassen. Weil es in unserer Gesellschaft eingetrichtert ist, keine Schwäche zeigen, keine Hilfe annehmen. Ob das der Weg ist? Ich weiß ja nicht. Ich glaube, es ist besser, um Hilfe zu bitten, wenn man Hilfe braucht und sich nicht dafür zu schämen. Das ist bei Männern und Frauen gleichermaßen. Jeder kämpft seinen eigenen Kampf. Jeder von uns. So eine ganz herzliche, starke, verbundene Gemeinschaft haben wir noch nicht erreicht. Das kommt aber. Das entwickelt sich jetzt immer mehr. Indem wir uns alle miteinander so mehr oder weniger verbinden und achten und respektieren und wertschätzen, entstehen Bande. Dann entstehen Bindungen. Die sind tiefer als oberflächliche Bekanntschaften.
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Wenn es dir gerade sehr schlecht geht: Rund um die Uhr, kostenlos und anonym hilft in Deutschland die TelefonSeelsorge unter 0800 111 0 111, in Österreich die TelefonSeelsorge unter 142 und in der Schweiz die Dargebotene Hand unter 143. In akuter Gefahr: 112.

