Spiele ich nur eine Rolle?
Im Beruf, in der Familie, unter Freunden: Wir alle spielen Rollen. Adrian sagt: Du bist nicht die Rolle, du bist der Schauspieler. Schwierig wird es erst, wenn du nach Jahren glaubst, du wärst die Rolle.
Probier es aus
Schreib deine drei wichtigsten Rollen auf. Bei welcher vergisst du am ehesten, wer du ohne sie bist?
Und dann: zu anderen
Mittwochabend „Ehrlich gesagt“
Am Mittwochabend geht es um das, worüber sonst keiner spricht. Du musst dort nichts beweisen.
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Jeder steckt in seiner ganz eigenen Rolle. Aber wichtig, ihr seid nicht die Rolle, sondern der Schauspieler. Ich bin ja immer noch der Schauspieler. Ich bin nicht die Rolle. Und wenn man mal so 100% in so eine Rolle sich reinschmeißt und so authentisch ist, wie es nur geht, mit allen Gefühlen, mit der Wortwahl, mit dem Ausdruck, mit dem Aussehen, dann kann es manchmal sogar passieren, dass wir in diese Rolle so eintauchen, dass wir glauben, das sind wir. Wir sind diese Rolle. Das kann sich über 15, 15, 20, 50 Jahre strecken. Dass wir die ganze Zeit eine Rolle spielen, die wir eigentlich gar nicht sind. Ihr seid der Schauspieler. Ihr könnt auch im Beruf eine andere Rolle spielen als privat. Ich glaube, in der japanischen Kultur gibt es auch, glaube ich, drei Gesichter. Einmal Beruf, einmal mit anderen Menschen und einmal, wenn du alleine bist. Drei Gesichter. Und das ist okay, das sind alles Rollen. Aber erkenne, wer du bist und was du bist, was du wirklich bist. Du bist nicht die Rolle. Du kannst diese Rolle spielen. Die hilft auch ganz oft, mal streng zu sein, mal laut zu werden, mal friedlich zu sein.
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Wenn es dir gerade sehr schlecht geht: Rund um die Uhr, kostenlos und anonym hilft in Deutschland die TelefonSeelsorge unter 0800 111 0 111, in Österreich die TelefonSeelsorge unter 142 und in der Schweiz die Dargebotene Hand unter 143. In akuter Gefahr: 112.

