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Principium
Klarer werden · Streit und Schuld

Warum urteile ich so schnell über andere?

Wo geurteilt wird, ist kein Platz zum Sein. Adrian sagt: Je weniger hart du über andere richtest, desto mehr Raum entsteht, für sie und für dich. Das heißt nicht, alles hinzunehmen. Du darfst Grenzen ziehen.

Probier es aus

Fang heute einen schnellen Urteilsgedanken über jemanden ab. Ersetz ihn durch eine Frage: Was weiß ich eigentlich über diesen Menschen?

Und dann: zu anderen

Mittwochabend „36 Fragen“

Beim Mittwochabend „36 Fragen“ lernst du in kleiner Runde Menschen kennen, die du vorher nicht kanntest.

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Wenn ihr vor einem vermeintlichen Verbrecher steht oder vor einem vermeintlich bösen Menschen und ihn einfach so annehmt und nicht dafür richtet, was er getan hat, was er gesagt hat oder wie er aussieht, bekommt ihr auf einmal so viel Liebe und Herzlichkeit entgegen, weil ihr einem Menschen Raum öffnet. Da, wo geurteilt wird, da ist kein Raum, da ist kein Platz zum Sein. Jeder Mensch wünscht sich einfach zu sein, als das, was er ist. Geliebt zu werden, Liebe zu geben, angenommen zu werden, das ist unser tiefstes Motiv hinter allem. Und dafür wollen wir jemandem gerecht werden, da machen wir Dinge, um gelobt zu werden, um anerkannt zu werden, um Bestätigung zu haben oder um das Gefühl zu haben, jetzt bin ich gut. Wenn ich das, das und das mache oder wenn ich so, so und so bin, dann werde ich anerkannt, dann werde ich gesehen, dann werde ich geliebt. Wenn das nicht notwendig ist bei einem Menschen, ist ganz viel Platz da, auch im Kopf. Dann müsst ihr euch gar nicht verstellen oder der andere braucht sich für euch nicht verstellen. Da entstehen zum Beispiel Freundschaften. Das heißt nicht, dass ihr alles tolerieren und erdulden müsst, wenn euch jemand wie scheiße behandelt. Ihr könnt auch den Kontakt abbrechen, ihr könnt den Menschen auch in seine Schranken weisen. Das will ich dazu sagen, das ist ganz wichtig.

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