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Principium
Klarer werden · Alles zu viel

Wie wird mein Kopf endlich still?

Adrian liest eine kleine Geschichte vor: Trübes Wasser wird klar, wenn man aufhört zu rühren. Du musst deine Gedanken nicht wegkämpfen. Lass sie laufen wie ein Kind, das gerade laut ist, und schau auf das, was in dir und um dich herum passiert.

Probier es aus

Setz dich eine Minute hin und zähl nur, wie viele Geräusche du hörst. Mehr nicht.

Und dann: zu anderen

Mittwochabend „Bewusst leben“

Am Mittwochabend reden wir in kleiner Runde darüber, was im Alltag wirklich zählt.

Zum Mittwochabend
Alles zum Nachlesen

Still wie der Berg. Ein junger Mönch fragte den alten Meister, Meister, wie finde ich wahre innere Ruhe? Meister antwortete, gehe in die Berge, setze dich an einen stillen Ort und lausche dem Wind. Der Mönch tat, wie ihm geheißen. Drei Tage saß er in der Stille. Er hörte den Wind durch die Bäume rauschen, das Plätschern des Bachs, das Zwitschern der Vögel. Doch sein Geist war laut. Er dachte an die Zukunft, an alte Fehler, an all das, was noch zu tun war. Er kehrte zurück zum Meister. Ich habe getan, was du sagtest. Aber mein Geist blieb unruhig. Der Meister reichte ihm eine Tasse Wasser. Dann rührte er darin mit einem Löffel, bis das Wasser trüb wurde. Dies ist dein Geist, sagte er. Dann stellte er die Tasse still vor den Schüler. Eine Minute verging, zwei, drei. Langsam sanken die Schwebstoffe zu Boden. Das Wasser wurde klar. Du musst nicht den Lärm besiegen, sprach der Meister. Du musst still genug werden, damit er sich von selbst legt. Müsst nicht gegen eure Gedanken ankämpfen und die irgendwie zur Ruhe bringen, was man mit der Meditation oft impliziert. Sondern einfach alles passieren lassen und euren Fokus vielmehr umlenken. Das ist wie ein kleines Kind, das ihr auf einen Stuhl setzt und was trötet und schreit und quäkt und was auch immer. Lasst es einfach mal schreien. Macht euer Ding. Das Kind hat kein Problem. Das braucht gerade gar keine Hilfe. Lasst es einfach mal da machen. Macht euer Ding und schaut, was ist gerade der Fokus. Der Fokus sollte immer liegen auf dem, was passiert in mir und um mich herum. Man nennt das Wahrnehmen.

Als Nächstes

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Wenn es dir gerade sehr schlecht geht: Rund um die Uhr, kostenlos und anonym hilft in Deutschland die TelefonSeelsorge unter 0800 111 0 111, in Österreich die TelefonSeelsorge unter 142 und in der Schweiz die Dargebotene Hand unter 143. In akuter Gefahr: 112.

Das Principium-Zeichen: zwei Köpfe und ein Leuchtturm

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